L3T

#L3T – Ein Lehrbuch in 7 Tagen erstellt

In 7 Tagen das „Lehrbuch für Lernen und Lehren mit Technologien“ (L3T) komplett zu überarbeiten, zu erweitern und durch eine neue Lizensierung frei zugänglich und modifizierbar zu machen, kann das funktionieren?

Zumindest die beiden Herausgebenden Dr. Sandra Schön und Dr. Martin Ebner müssen davon überzeugt gewesen sein, denn sie haben es geschafft, 268 Mitmacher/innen zu finden, die mit ihnen gemeinsam dieses sportliche Ziel verfolgt haben. Ab dem 20. August wurde intensiv gearbeitet und am 28. August konnte L3T 2.0 in einer Livesession freigeschaltet werden – der bisher größte Booksprint, zumindest im deutschsprachigen Raum, war geschafft!

Worum ging es eigentlich genau bei L3T 2.0?

Der Vorläufer L3T, ein preisgekröntes Lehrbuch für den E-Learning-Bereich, war seit Februar 2011 kostenfrei online zugänglich. Mehr als 240.000 mal wurde L3T seitdem heruntergeladen. Bei der Neuauflage sollten die 50 vorhandenen Kapitel auf den neuesten wissenschaftlichen Stand gebracht und bisher fehlende Themen eingearbeitet werden.  Ein weiteres wesentliches Ziel war die Lizensierung als freie Bildungsressource. Mit der Creative Commons Lizenz CC BY-SA ist es den Nutzerinnen und Nutzern jetzt erlaubt, Texte und Abbildungen zu verwenden, ohne damit eine Urheberrechtsverletzung zu begehen.

Ein Lehrbuch mal ganz anders entwickeln

Kollaboratives ArbeitenLehrbücher, so machte Dr. Martin Ebner bei der Abschlußpräsentation mit einem eindrücklichen Beispiel klar,  müssen heute schneller entwickelt werden, sonst hat man Ende der Entwicklung ein veraltetes Produkt. L3T 2.0 war deshalb von Anfang an als Booksprint gedacht. Dabei kommt, wie in einem Barcamp eine Gruppe von Experten zusammen und verfasst gemeinsam ein Buch – online. Inder reinen Form trifft man sich in einem Raum und nutzt den intensiven Dialog und kreativen Austausch, bei L3T 2.0 traf man sich in verschiedenen Camps quer durch Deutschland und Österreich und manche waren auch nur online dabei. So wie ich. Die Verbindung der Camps untereinander wurde organisatorisch sowie mit den eingesetzten Tools unterstützt. Der Startschuss kam jeden Morgen aus dem „Headquarter“ in Graz, wo eine spritzig eloquente Moderatorin die Verbindung zu den einzelnen Camps herstellte. Ein großer Teil des Projektmanagements lief über verschiedene Trello Boards, das Material lag in der Dropbox, über Twitter und Skype wurden schnelle Abstimmungen getroffen, was komplexer war lief über E-Mail und für verschiedene Spezialfälle gab es Etherpads. Von der Projektleiterin Dr. Sandra Schön wurden wir laufend mit dem aktuellen Projektstand versorgt, das L3t-Blog wurde täglich (mehrmals) aktualisiert und das wars eigentlich schon. 😉 Natürlich nicht! Es wurde geschwitzt, gegrübelt, geschrieben und diskutiert, aber auch aber auch viel Spaß gemacht und der Community-Gedanke gefeiert, wie Anja Lorenz in der Pressemitteilung der TU Chemnitz schreibt.

Am Ende hatten wir ein Lehrbuch, mit 59 Kapiteln, 452 Seiten, aktuell, frei verfügbar und eine Community, die sich zu Recht gefeiert hat.

Sie können L3T 2.0 hier kostenlos herunterladen oder die Printwersion hier kaufen.

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