E-Learning

Social Media als Angebot an KMU bei ununi.TV

Coming SoonHeute gibt es hier keine Tipps & Tricks, zum Lernen mit und ohne „e“, sondern einen Aufruf zum Mitmachen. Dieses Post ist Teil meiner Aktivitäten bei ununi.TV und deshalb präsentiere ich auch kein Angebot oder fertiges Konzept,  dafür aber einen Baukasten mit groben Steinen, die nach und nach verfeinert werden sollen.

ununi.TV ist eine Mitmach-Uni für berufstätige Erwachsene und richtet sich besonders an Selbständige, Freiberufler und Personen abseits der 9-to-5-Jobs. Dieser Personenkreis wird immer größer und noch gibt es kein adäquates Bildungsangebot. Diese Lücke will ununi.TV mit einer Bildungsvideo-Plattform füllen und gleichzeitig Anlaufstelle sein, für alle, die sich ein (weiteres) finanzielles Standbein aufbauen wollen.

Jetzt komme ich allmählich zum Kern, den Inhalten, die ich gerne bei ununi.TV sehen und realisieren möchte. ununi.TV lebt von der Vernetzung einer wachsenden Community. Was liegt da näher, als sich mit sozialen Netzwerken und Social Media zu befassen. Manch einer mag jetzt aufstöhnen, ich kann es gut verstehen, aber ein triftiger Grund für einen gewissen Social-Media-Überdruss wurde gestern getwittert.

 

Ich danke @punktefrau für diesen Tipp. Machen wir uns also an die Definition. 😉

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Warum ununi.TV mich bewegt

ununi.Tv ist ein Startup in der Finanzierungsphase. Manche gründen ihr Geschäft mit einem Bankkredit, andere finden großzügige Sponsoren und wieder andere finanzieren ihre Geschäftsidee mit vielen kleinen Kapitalgebern. Das nennt man dann Crowdfunding und diesen Weg geht ununi.TV. Das ist nur logisch, denn ununi.TV versteht sich als Crowd University – eine Bildungsplattform von allen für alle.

Die Idee hinter ununi.TV

Der Kern sind Videos im Netz. ununi.TV bietet dafür das Portal und die Community. Jeder kann mitmachen. Kann sich engagieren, sich qualifizieren, Inhalte produzieren und beisteuern, ein persönliches Modell entwickeln, um mit seinen Inhalten auch Geld zu verdienen. Ja, Geld! ununi.TV macht Spaß, es ist anders als die Plattformen, die man bisher zum Lernen kannte und es ist modern, aber auch unkonventionelle, moderne Menschen, mit Spaß an der Arbeit, müssen Geld verdienen.

Mach mit!
  Das Bild gibt es hier.

 
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#COER13 – Wieso, weshalb, warum?

Plakat COER 13

Am 8. April ist der #coer13, ein offener Online-Kurs zu Open Educational Resources (OER), gestartet und ich nehme daran teil.

Im #coer13 wird sich also alles um frei zugängliche Bildungsressourcen drehen, wobei frei nicht nur kostenlos sondern auch frei für Veränderungen und Wiederveröffentlichung bedeutet.

Es mag auf den ersten Blick eher widersinnig erscheinen, wenn jemand, der sein Geld auch mit der Erstellung von Lernmaterialien verdient, lernen will, wie man kostenlose Materialien erstellt. Ist es aber nicht.

 

Der Bildungsmarkt befindet sich in einem tiefgreifenden Umbruch

Ich bin der Ansicht, dass sich unsere Bildungslandschaft in den kommenden zehn Jahren massiv verändern wird. Dabei spielen Zeit und Kosten eine ebenso große Rolle, wie die technologischen und organisatorischen Entwicklungen:

    • Es wird noch Bücher aus Papier und Präsenzveranstaltungen geben aber keine Weiterbildungsangebote ohne digitale Anteile. Die darin enthaltenen Bildungsmaterialien müssen einfach erstellbar, veränderbar und flexibel einsetzbar sein.
    • Finanzielle Mittel werden überwiegend in hochwertige technologische Lösungen, wie beispielsweise komplexe Simulationen oder Augmented Reality fließen. Einfachere Bildungsmaterialien müssen deshalb künftig vor allem billig zu erstellen und flexibel nutzbar sein.
    • Die Hochschulen werden in weiten Teilen Anlaufstellen für berufliche Weiterbildung werden, entweder als alleiniger Anbieter oder in Kooperation mit Unternehmen und unterschiedlichen Dienstleistern. Das wird erhebliche Auswirkungen auf den sonstigen Weiterbildungsmarkt haben, verbunden mit dem Zwang zur Veränderung als Erbringer verschiedener Serviceleistungen.
    • Bildungsmaterialien werden nicht mehr für Lernende entwickelt, sondern mit und von ihnen.

Bei all diesen Entwicklungen werden OER eine erhebliche Rolle spielen.

Meine Ziele im #coer13: Professionalisierung und Vernetzung

Ich habe mich bereits im MOOC Maker Course #mmc13 mit der Frage beschäftigt, wie die Entwicklung von OER vorangetrieben werden könnte. Daran möchte ich anknüpfen. Es geht mir dabei einerseits um persönliche Professionalisierung, zu Themen wie

  • bessere Suchstrategien,
  • Ideen und Tools zur Entwicklung von OER,
  • Mindestanforderungen an die Qualität
  • Erstellen von Materialien zu aktuellen Bildungsthemen für meine Blogs

wie auch um Vernetzung mit anderen Teilnehmerinnen/Teilnehmern. Neben diesen inhaltlichen Fragen interessiert mich natürlich besonders die Haltung anderer Freiberuflerinnen/Freiberufler zu OER. Sehen Sie die Ausbreitung von freien Bildungsmaterialien als Bedrohung, nicht relevant für Ihre Tätigkeit oder eher positive Entwicklung?

Ich bin sehr gespannt auf die nächsten Wochen, auch darauf, welche Materialien erstellt werden und welche Einsichten ich gewinne.

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Was ist ein MOOC?

 

Ein MOOC ist eine Variante des E-Learning, wenn man E-Learning definiert als:

„Jede Form von Lernen, die durch die Anwendung von Informations- und Kommunikationstechnologien unterstützt wird.“ 1

 

Grafische Übersicht: Was-ist-ein-MOOC

 

Wesentliche Unterschiede zu den herkömmlichen Online-Kursen sind einerseits die hohen Teilnehmerzahlen (Massive) und andererseits der freie, kostenlose Zugang (Open). Daraus folgt nicht zwangsläufig eine Veränderung des Lernens oder gar eine Bildungsrevolution, auch wenn das dieser Tage zu lesen war. Was wir derzeit erleben, ist vor allem ein Begriffswirrwarr und die Vermischung unterschiedlicher Varianten von MOOCs. Um die Frage zu beantworten, ob ein MOOC auch zur Veränderung des Lernens beiträgt, lohnt es deshalb genauer hinzusehen, um welche Variante bzw. Kategorie es geht.

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Zielgruppen beim E-Learning-Design ein Gesicht geben

Zielgruppen im E-Learning bestimmen Wenn ein Trainer ein Seminar plant, hat er auch seine Zielgruppe im Blick, er verfügt aber über die Möglichkeit sich im laufenden Seminar an die tatsächlichen Gegebenheiten anzupassen. Sind die Inhalte zu schwierig, zu einfach, fehlen wichtige Vorkenntnisse? Das sind alles Situationen, auf die man in Seminaren eingehen kann. Im klassischen E-Learning, bei Web Based Trainings oder Computer Based Trainings, existieren diese Möglichkeiten nicht!

Deshalb gehört die sorgfältige Zielgruppenanalyse zu den wichtigsten Aufgaben im didaktischen Design. Als E-Learning-Autorin brauche ich ein möglichst genaues Bild meiner Zielgruppe. Das erfordert viel Arbeit im Vorfeld, lohnt sich aber für den angestrebten Lernerfolg.
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Ist E-Learning bald am Ende?

Hat das klassische E-Learning mit CBT und WBT ausgedient, wie manche Experten aus der Learning Community meinen? Ist das als E-Learning 1.0 geschmähte klassische Lernen allein vor dem Computer vorbei? Wenn es stimmt, was wird dann aus den E-Learning-Experten? Mit diesen Fragen habe ich mich mich im November 2011  im Rahmen eines Vortrags auf dem Webgrrls Symposium in Köln beschäftigt.

Präsentation: Ist E-Learning bald am Ende?

Hier nun eine Kurzfassung meines Vortrags:

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#ocwl11 – Einheit 5: Alles auf Anfang

Im OpenCourse Workplace Learning 2011 wurde gestern die fünfte Kurseinheit (Sozialpsychologische Aspekte von computermediierter Kommunikation) mit einer Online-Session abgeschlossen. Für mich, als eine der Kurspatinnen, hieß das zunächst alte Unterlagen hervorkramen und zu rekapitulieren worum es eigentlich geht. Andrea Brücken, die andere Patin dieser Lerneinheit, nutzte die „stade Zeit“ für die Planung einer Online-Session, die über ununi.tv live im Internet verfolgt, kommentiert und mit Beiträgen ergänzt werden konnte. Das Protokoll der Beiträge aus dem Twitterchat kann hier heruntergeladen werden.

Was ist an der computermediierten Kommunikation so besonders?

Zu den einflussreichsten Theorien zur Medienkommunikation zählt die Social Presence Theory (Short, Williams, Christie, 1976). Die Social Presence Theory wurde nicht speziell für die computervermittelte Kommunikation entwickelt sondern befasst sich mit zwischenmenschlichen Beziehungen im Zusammenhang mit Telefon-, Audio- und Videokonferenzen. Ein wesentlicher Aspekt der von den Autoren untersucht wurde, war das Gefühl der sozialen Anwesenheit (Social Presence) anderer Personen bei einer lediglich durch Medien unterstützten Kommunikation. In der Social Presence Theory ist die soziale Präsenz als eine Eigenschaft des jeweiligen Mediums definiert, nicht als Eigenschaft der Personen, die das Medium nutzen. Das Gefühl der sozialen Präsenz ist nach Short et al abhängig von der Anzahl der Kanäle über die das jeweilige Medium verfügt.

Die Anzahl der Kommunikationskanäle kann die Kommunikationsziele beeinträchtigen
Im Vergleich zur natürlichen Gesprächssituation (FtF-Kommunikation) fehlen uns bei der computermediierten Kommunikation (cmK) oft wesentliche Hinweise, wie beispielsweise Mimik, Gestik und Veränderungen der Tonlage. Es kann deshalb schneller zu Missverständnissen kommen und zwar umso eher, je weniger Kanäle uns zur Verfügung stehen. Steht uns, wie bei E-Mail, EtherPad, Twitter und Foren nur ein Kanal, nämlich der Text, zur Verfügung, kommt es aber nicht nur leichter zu Missverständnissen, sondern es sinkt auch die Wahrnehmung der sozialen Präsenz. Weil wir uns der Anwesenheit der anderen Personen weniger bewusst sind, als in der natürlichen Kommunikation, kann der Ton unpersönlicher werden, die Verbindlichkeit abnehmen und die Verfolgung gemeinsamer Ziele erschwert werden.

Taugt computermediierte Kommunikation (cmK) dann überhaupt in formalen Lernsituationen?

Im Rahmen unserer Online-Session wurden neben den allgemeinen Vor- und Nachteilen der cmK auch spezielle Probleme aus dem laufenden Kurs angesprochen:



Welche Probleme gibt oder gab es?

„Aller Anfang ist schwer!“, umschreibt es treffend, wenn auch trivial. Nach einem fulminanten Auftakt wurde es sehr ruhig. Die Studierenden bloggten und twitterten nicht in dem Maße, wie es die Onliner (Paten und externe Teilnehmer des #ocwl11) erwartet hatten. Die Diskussionen auf Twitter wurden daraufhin hitzig, zu hitzig für meinen Geschmack. Es gab ein Unbehagen und das Gefühl: „Die Studierenden wollen nicht mit uns arbeiten.“ Die Reise der Patin Monika E. König brachte etwas Klarheit:

Mit großer Überraschung habe ich vernommen, dass wir als überragende Experten wahrgenommen werden. Also solche, denen man eigentlich nichts mehr präsentieren könne, was sie nicht schon ohnehin wüssten.

Es stellte sich heraus, dass die Studierenden die sozialen Medien weit weniger nutzen als die Onliner vermutet hatten. Missverständnisse und falsche Vorstellungen auf beiden Seiten waren kennzeichnend für diese Phase. Bringt man diese Startschwierigkeiten in Zusammenhang mit der oben angesprochenen Social Presence Theory finde ich zwei Punkte wesentlich:

  • Die Kommunikationspartner, in diesem Fall die Studierenden und die Onliner, kannten sich nicht.
  • Ein Teil der Kommunikationspartner, in diesem Fall die Studierenden, hatten keine sehr hohe Medienkompetenz.

Interessant finde ich diese beiden Aspekte deshalb, weil es sich um zwei wesentliche Argumente der Kritiker der Social Presence Theory handelt: Weil sich die Teilnehmer bei den Untersuchungen von Short, Williams & Christie nicht kannten und weil sie über keine hohe Medienkompetenz verfügten, seien die Ergebnisse nicht auf andere Situationen übertragbar. Ich frage mich, ob man umgekehrt davon ausgehen kann, dass unter den genannten Bedingungen grundsätzlich eher mit Problemen in der Kommunikation gerechnet werden muss.

Heute, im Rückblick, wird die Beschäftigung mit den Medien teils als Herausforderung und Ansporn betrachtet, teilweise aber auch als Störung, weil es dem eigenen Lernstil nicht entspricht. Letzteres führte in der Online-Session zu der Frage, ob die computermediierte Kommunikation unter Umständen im Kontext des universitären Lernens ungeeignet sei? Ganz und gar nicht, denke ich, und möchte dies mit einem Zitat von Kerres begründen:

Mediale Lernangebote können dazu beitragen, Bildungsprozesse anzuregen, wenn die situativen Bedingungen der Lernumgebung dies ermöglichen: Es ist damit die Situation, die den Wert des Mediums bestimmt, und nicht das Medium und ganz sicher nicht das Mediensystem.
(Kerres, Multimediale und telemediale Lernumgebungen, 2001)

Aus meiner Sicht wäre es hilfreich, die Lernsituation zu analysieren. Beispielsweise mit folgenden Fragen:

  • Welche Bildungsprozesse sollen angeregt werden?
  • Welche Akteure arbeiten mit welchen Zielen zusammen und wie können gemeinsame Ziele definiert werden?
  • Welche Vorkenntnisse (fachliche Kenntnisse, Medienkompetenz) sind erforderlich um die gemeinsamen Ziele zu erreichen?
  • Welche Hindernisse ergeben sich aus der formalen Lernsituation der Studierenden?
  • Und nicht zuletzt: Wie kann die Entstehung eines Gruppengefühls bei sehr heterogenen Zielgruppen unterstützt werden?

Andrea Brücken hat dazu in ihrem Blogbeitrag ebenfalls schon einige Fragen und Gedanken formuliert. Johannes Moskaliuk, der Veranstalter des OpenCourse Workplace Learning 2011, geht noch weiter und ruft zum Showdown auf. Für mich heißt das, alles deutet eher auf einen Anfang als auf ein Ende hin. Die Diskussion wird fortgesetzt und es bleibt spannend.

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#solea11 – Die Social Learning Blogparade 2011

Es ist soweit. Der Social Media Berater Julian Grandke und ich starten gemeinsam eine Blogparade zum Thema „Social Learning“.

Zusammen mit Ihnen wollen wir erkunden worum es beim „Social Learning“ eigentlich geht. Wir wollen Ideen jonglieren und einen Austausch zwischen Bloggern, Interessierten und Profis aus dem Bereich eLearning/Bildung und dem Feld Social Media & Community Management anregen.

Eingeladen ist jeder, der Interesse hat seine Gedanken und Ideen zu diesem Thema zu teilen. Egal ob Sie nun Profi oder engagierter Lerner sind. Auch Neulinge, die Fragen zum Thema „Social Learning“ haben, dürfen sich gerne einschalten. Bitte nehmen Sie sich kurz Zeit diesen Eintrag zu lesen und wenden sich mit Fragen gerne an uns.

Die Idee

Auslöser für unsere Idee zu einer Blogparade war eine Direktnachricht von Julian auf Twitter.


Ich habe erst mal geschluckt und wollte auf Tauchstation gehen. Es hat aber nicht funktioniert.

Es folgte ein reger Mailwechsel über die Ziele und Inhalte des geplanten Interviews. Julian wollte genauer wissen, wie Social Media zum Lernen eingesetzt werden kann und dieses Wissen mit den Lesern seines Blogs teilen. Und er wollte eigentlich alles wissen:

„Was bedeutet Social Learning, was ist der aktuelle Stand, wo geht die Entwicklung hin?“

Meine spontane Antwort: „Da musst Du die echten Experten fragen

Wer sind eigentlich die Experten für Social Learning?

„Die Hochschulen, beziehungsweise die Lehrenden dort, die sich mit Mediendidaktik, Web 2.0 und Enterprise 2.0 befassen. Das sind die wirklichen Experten.“ Meine Definition schien mir zwar selbst nicht ganz stimmig aber ausreichend, um eine „echte Expertin“ zu kontaktieren. Die Antwort war freundlich aber nicht ganz in meinem Sinne.

„Sind wir nicht alle Lernende in diesem Bereich?“

Da saß ich nun, mit meinem „Expertenansatz“ und dem Wunsch nach wissenschaftlich bestätigten Wahrheiten, nach Falsch-/Richtig-Antworten.

 

erstellt unter Verwendung eines Fotos von Trexer CC BY-SA 3.0

 

Social Learning funktioniert nicht mit dem alten Modell  vom Lehren und Lernen

„Web 2.0 is an attitude not a technologie.“, ist ein vielzitierter Klassiker von Stephen Downes und ich habe die Aussage bisher in erster Linie so verstanden:

Es sind nicht die Tools, sie erleichtern lediglich die Kommunikation und die Zusammenarbeit. Was aber viel wesentlicher ist, ist die Mentalität beziehungsweise Haltung die hinter der Idee steht. So unterschiedlich die Form und Intensität der Nutzung von Web 2.0-Diensten auch ist, es gibt zwei wesentliche Kriterien, die der Benutzer erfüllen muss, um Teil des „Social Web“ zu werden:

  • Die Bereitschaft, aktiv Inhalte zu erstellen und im Web zugänglich zu machen.
  • Die Bereitschaft, die Anonymität im Netz ganz oder teilweise aufzugeben.

So weit, so richtig aber reicht das schon aus? Was ist denn mit der Bereitschaft,

  • seinen Lernprozess öffentlich zu machen?
  • öffentlich Fehler zu machen?
  • anderen zu vertrauen?
  • alte Denkmuster loszulassen?

Diese Haltung geht weit über die aktive Erstellung von Inhalten und die Aufgabe der Anonymität hinaus. Sie erfordert auch eine besondere Offenheit für vielfältige Perspektiven und Lösungsansätze.

Wie gehen wir mit diesen Anforderungen um?

Soviel habe ich gelernt: Eine Experten-Perspektive ist mit der Lernkultur von Web 2.0/Social Learning nur schwer vereinbar. Wie gehen wir aber als Lerner, als Lehrender und im Unternehmen damit um?

Harold Jarche beschreibt in seinem Post „Those hard softskills“ einige Skills, die wir zum kooperativen Arbeiten und Lernen unbedingt brauchen und er nennt sie zu Recht hart.

Martin Lindner hat schon vor zwei Jahren seine „10 Regeln für Lerncommunities“ (mit Dank an die anonymen Alkoholiker) formuliert, provokanter im Ton aber die Botschaften sind sehr ähnlich.

Haben wir diese Haltungen schon eingenommen? Wie sind Ihre Erfahrungen? Wo diskutieren Sie darüber und probieren es aus? Wir wollen den Fragen weiter auf den Grund gehen. Nicht mehr als Dialog per E-Mail sondern dort wo es hingehört, im Netz! Wir rufen deshalb zu einer Blogparade auf:

Das Ziel

Das Ziel der Blogparade besteht darin, einen Überblick über den aktuellen Stand von Social Learning im deutschsprachigen Raum zu geben und Social Learning außerhalb der Learning-Communities präsenter und (be-)greifbarer zu machen.

Die Teilnehmer der Blogparade sind aufgefordert ihren persönlichen Zugang zu Social Learning, ihre eigenen Erfahrungen und den persönlichen Stellenwert von Social Learning schildern. Dazu sollen die nachfolgenden fünf Fragen als Gerüst dienen:

  • Was verstehe ich unter Social Learning? (Die 3 wichtigsten Kennzeichen)
  • Welche Tools und Methoden haben mich begeistert? (Beim Lernen, in der Lehre, im Training)
  • Wie sieht meine ideale persönliche Lernumgebung aus? (bezogen auf Tools, Community, Art der Zusammenarbeit)
  • Wie weit ist ein Mentalitätswandel hin zu kooperativem Lernen im Netz schon verwirklicht? (Im persönlichen Bereich, im Unternehmen, im Hochschulbereich)
  • Wie könnte/sollte sich Social Learning in den nächsten Jahren entwickeln?

Bitte verlinken Sie Ihre Beiträge bis zum 27. Oktober 2011 auf http://juliangrandke.de/socialmedia/solea11-die-social-learning-blogparade-2011/ und hinterlassen Sie einen Kommentar in unseren Blogs. Wir freuen uns über Tweets zur Blogparade und zu Ihren Beiträgen. Bitte benutzen Sie beim twittern den Hashtag #solea11.

Als Abschluss der Blogparade fassen wir Ihre Beiträge kurz zusammen und verlinken noch einmal auf Ihre Blogs. Bei ausreichender Beteiligung erstellen wir aus den Beiträgen, ergänzt um ein Kurzportrait der Autoren, ein kostenloses eBook.

Alle bisherigen Beiträge sind hier kurz beschrieben und verlinkt.

Bildnachweis: Das Museumsbild basiert auf einem Foto von Trexer

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Fünf Dinge, die ich wirklich nicht mehr sehen will

Manchmal weiß ich nicht was mich mehr ärgert. Die pauschale Verunglimpfung von E-Learning oder schlechte Beispiele aus der E-Learning-Praxis? Sätze wie dieser:

Emoticon "Entsetzen"
„Ich halte wenig von eLearning.  Ich bin der Überzeugung, dass es nichts Sinnvolleres gibt, als „vor Ort“ gehen.“

 

 

treiben mir zwar kurzfristig den Blutdruck in die Höhe aber es ist eben eine Ansicht. Man kann sie diskutieren und notfalls sogar stehen lassen.

Es gibt aber Dinge, die sind indiskutabel. Weil es keinen vernünftigen Grund dafür gibt, E-Learning so zu gestalten. Weil es dazu beiträgt, dass Vorurteile über mediengestütztes Lernen sich halten. Und weil damit die Lernenden verärgert, gelangweilt und demotiviert werden.

Einfältiges Design

Screenshot Lernprogramm

Screenshot eines Lernprogramms

Grauer Hintergrund, klobige Buttons und Icons, alles aus der Zeit als das Internet noch ARPA hieß und das Telefon per Kabel fest mit der Wand verbunden war. Wem nichts besseres einfällt, als dieses Design, zeigt, dass ihm die Inhalte und die Zielgruppe eigentlich egal sind. Wieso sollten die Lerner sich dann aber für die Inhalte interessieren?

Das visuelle Konzept ist meines Erachtens neben dem didaktischen Design der wichtigste Faktor, um Motivation beim E-Learning zu fördern und aufrecht zu erhalten. Es gibt faszinierende Beispiele für gutes Design. Nicht nur Tom Kuhlmann liefert wöchentlich neue Anregungen, auch Frank Thissen und viele andere zeigen seit Jahren, wie man Informationen zielgruppen- und mediengerecht aufbereiten kann. Es gibt wirklich keinen Grund mehr für langweiliges, einfallsloses Design.

Vorgetäuschte Interaktivität

„Klicken Sie auf weiter, um mehr zu erfahren.“ Solche Aufforderungen sind aus meiner Sicht eine Beleidigung der Lerner oder deren Intelligenz. Mit Interaktion hat es jedenfalls nichts zu tun. Ebenso wie sinnlose Animationen, die nur die Zeit der Lernenden stehlen sowie nichtssagendes Feedback. Es ist arrogant zu glauben, die Nutzer von Lernprogrammen würden solche simplen Tricks nicht erkennen. Im Gegenteil! Sie sind frustriert, genervt und gelangweilt. Geeta Bose hat dazu ein wunderbares Post aus Sicht eines erwachsenen Lerners geschrieben.

Echte Interaktionen unterstützen die Lernenden dabei, ein Problem zu lösen. Zum Beispiel in Szenarien, die Handlungsalternativen enthalten, Entscheidungen erfordern und Funktionen zur Problemlösung zur Verfügung stellen. Das können Links zu weiteren Informationen, Medien oder alternativen Darstellungen sein. Hilfreich sind auch Möglichkeiten zur Kommunikation oder wenigstens ein Feedback, welches den Namen verdient.

Die Lerner zum Quiz spielen auffordern

Ich lerne gerne an praktischen Beispielen und sehe mir deshalb so oft wie möglich an, wie andere Autoren vorgehen. Bevor ich mich mit einem fremden Lernprogramm näher befasse, bearbeite ich die Tests. Ohne die Inhalte zu kennen. Meine Trefferquote liegt meistens zwischen 80 und 90 Prozent. Das ist nicht erstaunlich, weil das Prinzip der Testfragen im allgemeinen den Quizshows im Fernsehen entspricht. Nur einfacher, weil die falschen Antworten einen gewissermaßen anspringen.

Quizfragen animieren dazu dem Spieltrieb frönen aber das kann nicht der Zweck von Fragen in einem Lernprogramm sein. Fragen sollen beim Lernen zur Auseinandersetzung mit den Lerninhalten anregen. Sie sollten dazu auffordern Informationen zu suchen, zu vergleichen, zu bewerten, in einen anderen Zusammenhang zu stellen. Fragen sind viel zu wichtig für den Lernprozess, im besten Fall bilden sie ein Gerüst, das den Lernenden darin unterstützt seine Ziele zu erreichen. Wir sollten sie deshalb nicht für simple Quizspiele vergeuden.

Texte in Lernprogrammen

Büroschlaf

Bildquelle und Copyright „Büroschlaf“: © berlinrob Clipdealer GmbH

Nichts gegen Texte, ich lese leidenschaftlich gerne und täglich mehrere Stunden. Aber nicht, wenn Text in das Format einer PowerPoint-Folie gepresst wird. Das Ergebnis sind entweder unbefriedigende Verkürzungen der Inhalte oder langweilige Blättermaschinen.

Menschen lesen Blogs, Online-Zeitungen und PDF-Dokumente. Alles Medien, die hervorragend geeignet sind, auch umfangreichere Texte online zur Verfügung zu stellen. Warum also kann man Texte nicht verlinken? Was ist interaktiver als ein Link und was bietet sich mediendidaktisch eher an als Text auf einem Textmedium? Zum Lernen braucht man in einigen Fällen längere Texte aber bitte auf einem geeigneten Medium.

Lerninhalte als „Hörspiel“

In die Kategorie „falsches Medium“ gehören für mich auch längere Texte, die als Audio angeboten werden. Es gehört zu den unstrittigen Vorteilen von E-Learning-Angeboten, dass die Lerner ihr Lerntempo selbst bestimmen können. Der unbedachte Einsatz von Audios für komplexere Lerninhalte nimmt dem Lerner genau diese Möglichkeit.

Wenn ich einen Text lese, kann ich problemlos an einer Stelle verweilen. Weil mich ein bestimmter Aspekt interessiert, weil ich darüber nachdenken möchte oder weil ich ein Verständnisproblem habe. Ein Audio, in dem mir beispielsweise Vorschriften und Regeln vorgelesen werden, legt sich wie Watte um mein Hirn.

Ich bin nicht grundsätzlich gegen den Einsatz von Audios. Sie haben ihre Berechtigung, zum Beispiel wenn ein gezeigter Ablauf oder eine Grafik erläutert werden. Beispielsweise in Softwaretrainings. In vielen anderen Fällen sind sie einfach ärgerlich. Ärgerlich für die Lernenden, weil nutzlos und anstrengend. Ärgerlich für den Auftraggeber, weil teuer in der Produktion und Überarbeitung.

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Blended-Learning-Konzept „Fit for Future“ ist Online

Ich hatte angekündigt, meine Abschlussarbeit aus dem Zertifikatskurs Educational Media online zu stellen. Hier ist sie.

Ich habe die Abschlußarbeit und eine Kurzpräsentation bei SlideShare zum Download bereitgestellt. Zu den Lerninhalten der einzelnen Module habe ich noch zusätzliche Ausarbeitungen aus der Feinkonzeptionsphase. Wenn jemand Interesse an der Umsetzung hat, bitte bei mir melden.

Das Konzept in aller Kürze

Bei dem Weiterbildungsangebot „Fit for Future“ handelt es sich um ein hybrides Lehr-Lern-Arrangement mit einem Wechsel von personalem Unterricht und betreutem, softwaregestützten Lernen. Das Lehr-/Lernangebot soll sukzessive selbständiges Lernen fördern und der Zielgruppe helfen, den Übergang Schule-Beruf besser zu bewältigen.

Das Lernangebot besteht aus den inhaltlichen Komponenten „Fit für IT“ und „Fit für den Beruf “ und „Fit für neue Medien“. Letztere ist eine überwiegend methodische Komponente, die genutzt wird um Inhalte der beiden anderen Lernbereiche handlungsorientiert zu vermitteln. Das Lehr-/Lernangebot ist sequentiell strukturiert, mit kleinen Lerneinheiten, häufigen Übungen sowie Vor- und Nachbereitung der softwaregestützten Lerneinheiten.

Das Interesse der Jugendlichen soll durch den unmittelbaren Bezug zu einem konkreten Ausgangsproblem (bisher erfolglose Bewerbungen) geweckt werden. Mit der erfolgreichen Erarbeitung der vorgesehenen Materialien (Bewerbungsmappe, mediale Selbstdarstellung) soll die Motivation der Jugendlichen gestärkt werden.
Fit für die Bewerbung – Kurzpräsentation Medienprojekt

Die Ausarbeitung

Und jetzt viel Spaß und Inspiration beim Lesen!

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