Social Media als Angebot an KMU bei ununi.TV

Coming SoonHeute gibt es hier keine Tipps & Tricks, zum Lernen mit und ohne „e“, sondern einen Aufruf zum Mitmachen. Dieses Post ist Teil meiner Aktivitäten bei ununi.TV und deshalb präsentiere ich auch kein Angebot oder fertiges Konzept,  dafür aber einen Baukasten mit groben Steinen, die nach und nach verfeinert werden sollen.

ununi.TV ist eine Mitmach-Uni für berufstätige Erwachsene und richtet sich besonders an Selbständige, Freiberufler und Personen abseits der 9-to-5-Jobs. Dieser Personenkreis wird immer größer und noch gibt es kein adäquates Bildungsangebot. Diese Lücke will ununi.TV mit einer Bildungsvideo-Plattform füllen und gleichzeitig Anlaufstelle sein, für alle, die sich ein (weiteres) finanzielles Standbein aufbauen wollen.

Jetzt komme ich allmählich zum Kern, den Inhalten, die ich gerne bei ununi.TV sehen und realisieren möchte. ununi.TV lebt von der Vernetzung einer wachsenden Community. Was liegt da näher, als sich mit sozialen Netzwerken und Social Media zu befassen. Manch einer mag jetzt aufstöhnen, ich kann es gut verstehen, aber ein triftiger Grund für einen gewissen Social-Media-Überdruss wurde gestern getwittert.

 

Ich danke @punktefrau für diesen Tipp. Machen wir uns also an die Definition. 😉

Welche Kompetenzen und Fähigkeiten braucht man, um Social Media für den Beruf zu nutzen?

Ganz allgemein sind das die Fähigkeiten und Kompetenzen, die man „Digital Literacies“ nennt und die mit Social-Media-Fähigkeiten sicher nur unzureichend übersetzt sind. Es gibt zu diesen grundlegenden Fähigkeiten, die alle Netzbewohner haben sollten, eine sehr gute Präsentation von Steve Wheeler. Ich habe von ihm die Begriffe übernommen und jeweils den Kern seiner Beschreibungen herausgearbeitet.

Grundlegende Social-Media-FähigkeitenQuelle: Steve Wheeler

Was Wheeler beschreibt, trifft für jeden zu, der sich beruflich im Web 2.0 bewegt. Sei es um zu lernen, Informationen zu finden oder um Mitglied einer Community zu werden. Wer als Freiberufler, Dienstleister oder kleiner bis mittlerer Unternehmer unterwegs ist, braucht allerdings noch mehr. Bei Mc Kinsey Quarterly erschien im Februar ein Artikel zu den notwendigen Social Media Skills für Organisationen. Teilweise gibt es Überschneidungen zu Wheelers Definitionen, teilweise mögen die Forderungen manchem, für Freiberufler und Kleinunternehmen, überzogen erscheinen. Ich finde, es lohnt sich, auch diese Anforderungen unter die Lupe zu nehmen.

Welche Social-Media-Kompetenzen brauchen Manager?

Social-Media-Kompetenzen der Manager.

Quelle: Roland Deiser and Sylvain Newton

Ein Beispiel: In dem verlinkten Artikel von Mc Kinsey wird ein Programm für Führungskräfte bei General Electric (GE) beschrieben. Es ist im Silicon Valley angesiedelt und bringt hochrangige GE-Führungskräfte  mit Vertretern der New-Media-Generation zusammen. Gemeinsam werden neue Entwicklungen und Umsetzungsmöglichkeiten für die Praxis diskutiert. Für GE ist es ein wichtiger Anschluss an neue Entwicklungen und Trends. Für die junge Entwickler-Szene eine Möglichkeit, Ideen auf ihre Praxistauglichkeit zu überprüfen und wichtige Kontakte zu knüpfen.

Der Solo-Selbständige oder Freiberufler braucht diesen Anschluss an neue Entwicklungen ebenso, wie ein Manager in einem Konzern. Er/Sie wird nur Mühe haben, diesen Bedarf auch umzusetzen. Man muss deshalb Wege finden, für diesen Personenkreis eine vergleichbar kreative Atmosphäre zu schaffen, wo Ideen diskutiert werden und reifen können. Wie so etwas konkret gestaltet werden kann, besprechen wir momentan bei ununi.TV. Wenn man so will, mein derzeitiges Silicon Valley. 😉

Für heute soll es damit genug sein, obwohl mein Material noch längst nicht ausgeschöpft ist. Jetzt sind Sie gefragt! Was wünschen Sie sich, als Angebot bei ununi.TV?

P.S. – ununi.TV kann man auch unterstützen.
Update: Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, interessiert Sie vielleicht auch: 6 Charakteristika eines kollaborativen Leaders

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6 Responses to Social Media als Angebot an KMU bei ununi.TV

  1. angelica_laurençon says:

    Endlich eine klare Darstellung der sonst immer so verworrenen und verwirrend wirkenden Social Media Landschaft.

    Eben weil sie bislang immer noch als Gewirr dargestellt wurde, gilt sie bei vielen potentiellen Nutzern als Moorlandschaft, die man sich lieber von Deich aus anschaut.

    Tolle Arbeit. Danke für das Teilen…und Mitteilen.

    • Cornelie Picht says:

      Danke für das öffentliche Lob! Ich teile gerne und freue mich nicht nur über zustimmende Kritik, darüber aber besonders. 🙂

  2. Monika E. König says:

    Liebe Cornelie,

    was ich mir wünsche? Ich wünsche mir nicht punktuelle Weiterbildung auf ununi.tv, sondern vielmehr eine Zusammenarbeit über mehrere Wochen. Mit einem individuellen Produkt am Ende, das man erstellen will.

    Produkt Video.
    Z.B. möchte ich ein richtig super Video für meine fett & vierzig-Reihe erstellen. Ein solches zusammen mit jemandem produzieren, der das schon gemacht hat und kann. Das wünsche ich mir.

    Produkt eBook.
    Das Gleiche kann ich mir mit einem eBook vorstellen. Unter Begleitung bis zum Endprodukt.

    Und über den gemeinsamen Weg lernen, es das nächste Mal ganz selbständig – aber effizienter – zu tun, mit besserem Resultat und professionellerem Vorgehen, als ich es gehabt hätte/getan hätte, wenn ich mir das ganze wie eigentlich sonst immer autodidaktisch angeeignet hätte.

    Herzlich
    Monika

    • Cornelie Picht says:

      Hallo Monika,
      was die Zusammenarbeit anbetrifft, stimme ich Dir völlig zu. Ich denke aber, genau das bietet ununi.TV. Man muß den Community-Aspekt eventuell nur noch stärker herausstellen. Es ist ja nicht so, dass man nur Videos ansehen kann, sondern die Zusammenarbeit in der Community ist für mich der eigentliche Kern. Die Videos sind eigentlich nur ein (sehr wertvolles) Nebenprodukt. Du kannst doch Deine Wünsche im Supporter-Forum posten und Dir Mitstreiter und/oder Vorreiter suchen. Ich bin sicher, Du findest jemanden für Deine Wunschprodukte. Dann legt ihr los und außer dem eBook und Deinem Wunschvideo produziert ihr die Making-of-Videos. Die gibt es dann bei ununi.TV, für alle, die auch an diesem Thema interessiert sind.

      Damit müsste aber das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht sein. Man könnte mit den Making-of-Videos wieder einen Aufruf starten, ähnlich wie eine Blogparade, ich nenne es mal „Developers Garden“. Eine Information also, seht her Leute, so haben wir es gemacht und jetzt zeigt eure Lösungen. So stelle ich mir das eigentlich vor, bei ununi.TV.

      Herzliche Grüße
      Cornelie

      • Monika E. König says:

        Hi Cornelie,
        danke für Deine Antwort, die mich sehr erfreut!
        Aber auch bei mir eine (weitere) Frage aufgeworfen. Wo und wann soll dann – ganz Deiner persönlichen Meinung nach – Geld fließen? Und wenn überhaupt nicht, wo soll es dann herkommen?
        Auf Antwort und weitere Gedanken dazu gespannt…
        m – von der Lernspielwiese.

        • Cornelie Picht says:

          Hallo Monika,

          wann und wofür soll Geld fließen, fragst Du. Der Content wird es aus meiner Sicht nicht sein, auch wenn dies für Teilbereiche durchaus denkbar wäre. Für Anbieter mit einem sehr hohen Expertenstatus schließe ich nicht aus, dass User bereit sind, dafür zu bezahlen.

          Persönlich denke ich eher an Beratungsleistungen, Einbindung von kostenlosem Content in ein Gesamtkonzept mit kostenpflichtigen Anteilen, die Moderation von Teamkonferenzen oder die Beteiligung an Konferenzen als externe Expertin. Das wären denkbare Angebote an Unternehmen, für private Nutzer beziehungsweise Einzelpersonen kann ich mir tutorielle Betreuung vorstellen, also die Bereitstellung von Übungsszenarien, Feedback zu Fragen und Problemstellungen, Bereitstellung von weiteren Quellen, Hilfen etc.

          Einen möglichen Einwand möchte ich noch vorwegnehmen und entkräften: Natürlich haben die Einzelnutzer die Möglichkeit, die von mir angeführten Unterstützungen über die Community zu bekommen. Ich denke aber, es hängt von Art und Umfang der gewünschten Hilfestellung ab, ebenso wie vom Grad der Vernetzung. Je exklusiver das Thema und die Vorstellungen zur Unterstützung sind, desto eher vermute ich, dass man an die Grenzen dessen stößt, was eine Community bereit ist kostenlos zu geben. Dann kommt man in den Bereich des Aushandelns und gegebenenfalls an den Punkt, wo Geld fließen muss.

          Grüße
          Cornelie

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